Viele Unternehmer und IT-Entscheider gehen fälschlicherweise davon aus, dass preiswerte Consumer-PCs und Notebooks geeignet sind, für betriebliche Zwecke genutzt zu werden. Diese riskieren aber langfristig höhere Kosten durch falsch dimensionierte Systeme, ungeeignete HOME-Betriebssystemvarianten, instabilere Plattformen, unzureichende Qualitätskontrollen und begrenzten Support. Solchen Produkten fehlen viele Eigenschaften, die bei IT-Systemen innerhalb von Unternehmen im täglich beanspruchten Umfeld benötigt werden.

Ratgeber: IT-Einkauf 

Für Unternehmenseinkäufer müssen Merkmale wie Standardisierung und geringes TCO als Entscheidungsbasis für ein bestimmtes Produkt ausschlaggebend sein, nicht allein ein günstiger Produktpreis.

Folgende Punkte müssen beim IT-Kauf in Unternehmen beachtet werden:

  • Plattformstabilität
  • lange Produktzyklen (Nachkauf identischer Geräte)
  • Systemaufbau und Eigenschaften
  • Qualitätssicherungsprogramme der Hersteller
  • Sicherheit und Überschaubarkeit der Systeme
  • kompetente Beratung vor dem Kauf
  • keine Überdimensionierung, z.B. von RAM oder Festplatten
  • garantierter Service über die gesamte Produktlebenszeit

 

 

 

 

 

Vielen Consumer-Produkten fehlen wichtige Features und Zusatzkomponenten, welche bei Consumer-Geräten nicht oder nur mit erhöhtem finanziellen Aufwand nachgerüstet werden können, wie z.B. Dockingstations, Tools für die zentrale Administration oder Consumer-Versionen von Betriebssystem oder Office-Paketen.

Oft werden günstige OEM/Systembuilder-Betriebssystemversionen ohne Herstellerunterstützung angeboten, manchmal sogar für ältere Hardware oder Software untaugliche 64-Bit-Betriebssystemversionen. Für diese Betriebssysteme werden insbesondere für vorhandene Drucker oder Scanner keine passenden Treiber mehr entwickelt, so dass weitere Neuanschaffungen vorprogrammiert sind.

Außerdem können bei Consumer-Geräten  höhere Ausfallraten aufgrund schneller Produktzyklen (und weniger /keiner Systemtests vor Handelsstart) seitens der Hersteller zu bis zu 50% höheren Ausfall- und Reparaturkosten führen, welche über die anfängliche Preisersparnis weit hinaus gehen.

Lange Produktzyklen der Business-Geräte sind wichtig, um ein Unternehmen über einen längeren Zeitraum mit identischen Arbeitsplätzen auszustatten. Dies vereinfacht Administrationsaufwand (z.B. identische System-Images) und Fehlersuche erheblich.

Große Festplatten der Consumer-Geräte führen beim Büroeinsatz zwangsläufig zu einem Problem: Der Anwender speichert seine Daten auf der lokalen Festplatte. Hier werden sie von einer zentralisierten Datensicherung in der Regel niemals erfasst. Festplatten mit großen Kapazitäten führen aufgrund der häheren Datendichte zu höheren Ausfallraten. Wenn keine Datensicherung bestand, ist bei Datenverlust eine Rettung in einem Labor vorprogrammiert, welche mehrere Tausend Euro kosten kann.